“Hallo Herr Baalß, mein Name ist Kock und ich wohne über Knetemanns. Ist denn die Frau Sexauer da? Sie hat noch meinen Salzstreuer. Kann ich den bitte wiederhaben??….. Was gibt es da denn zu grinsen, Sie alberner Clown, Sie!?”

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Der Gastbeitrag wurde Ihnen präsentiert von: FFunck

zu 1: Eingang mit grimmigem Türsteher Sven Marquardt. Akribische Taschenkontrolle.
zu 2: Darkroom II: stockbettartige Liegeflächen mit Vorhängen, halbdunkel.
zu 3: Wandgroße Installation auf 175 Aluminiumplatten: »Rituale des Verschwindens« von Piotr Nathan.
zu 4: Ruhiger Toilettentrakt, wenn es oben zu voll ist.
zu 5: Beton-Sofas, Bar, Säulengänge.
zu 6: Berghain-Garten: in der Sonne tanzen.
Wie es weiter geht, erfahrt ihr, wenn ihr die SZ schnell lest.

Armelade ist natürlich die richtige Antwort.
Gerade rechtzeitig erreicht uns eine kleine Sensation per E-Mail. Die Jobgarantie für unsere aufstrebende Jugend. Dadurch müssen sich unsere Lieblinge und Hoffnungsträger nicht mehr unnötig unterm reich geschmückten Weihnachtsbaum mit Zukunftängsten herumplagen. Endlich haben attraktive Arbeitgeber das sprachliche Niveau unserer Jugend getroffen und machen den Schritt auf Sie zu. Tausende von Leserbriefen des Popstar-Magazins wurden dazu per Eilverfahren analysiert und die 5 Kandidaten für das Jugendwort 2008 im Kontext sprachlicher Entwicklung ausgewertet. Ziel dieses aufwendigen und kostspieligen Projekts des BMI war es empfängerorientierte Anschreiben zu formulieren. Heute erreicht uns nun über den Projektleiter Martin W. dieser erste Prototyp für das Job-Angebot 2009:
“Immer wieder haben Sie zu wenig Geld. Sind Sie muede
das wenige Verdienst zu bekommen? Sind Sie muede mit
der Amt zu streiten
So ist es sicherlich das Signal zur Bewegung. Wir haben eine
gute Anbietung Wir sind noch junge, aber heute zu entwickelte
Firma. Unsere Firma beschaeftigen uns mit der dem Erschaffen
Softwatre.
Die Zahl unserer Bueros waechst in der geometrischen
Progression. Und heute Korporation die regionalen Manager wie
niemals, die die Meinungen unserer Gesellschaft aussern werden.
Unsere Mitarbeiter werden Ihnen den flexiblen Werkszeitplan
geben und Sie koennen alle Details mit unseren Anrufmanager
besprechen.
wir lauern nach auf Ihre Zusammenfassungen! Alle Daten schicken
Sie an unsere E-Mailadresse it-werbung3@europe.com”

Bei der Aufnahmeprüfung für den schwarzen Block schon wieder durchgefallen?
Immer noch unsicher was du Ackermann beim Gang aus seiner Bank an den Kopf brüllst?
Blödsinn ins Mirko gestammelt beim Sturm auf die Humboldt Universität?
Hier kommt die Lösung: Demosprüche für Jeden! Grölen leichtgemacht! Dank Anarchopedia!
“Seit gut 150 Jahren stapfen sie nun schon durch die Weltgeschichte, die Anarchisten. Gehasst und gefürchtet, verfolgt und immer wieder geschlagen – erreicht haben sie bei alledem wenig. Zumindest nicht das, was ihr höchstes Ziel ist: eine herrschaftslose Gesellschaft, eine glückliche Idylle ohne Staat und Unterdrückung, dafür mit jeder Menge Phantasie, Lust und einem Maximum an Freiheit.”
Leider hat die Anarchie die Anarchopedia eingeholt und Lustlosigkeit hat sich breit gemacht. “Letzte Nachricht März 2007: -> Bitte beteiligen Sie sich als engagierter Anarchist an der Diskussion “Was wir wollen“” mhmmm das heißt dann wohl: Nie mehr Arbeit, nie mehr Lohn, Sabotage, Rebellion!


Tja, da haben sich wohl die Gammelfleischpartygeher des Langenscheidtverlags zusammen mit den unterhopften Minderjährigen der Jugendzeitschrift Spiesser mal wieder viele Gedanken gemacht, welches Wort denn den aktuellen Bildungs-Querrschnitt unserer Wasted German Youth widerspiegelt.
Nicht lang gefackelt hat die 9 köpfige Jury, möglicherweise alle mit Rütli-Abitur, und umgehend die Aktualität des Internetmißbrauchs gleich mit 2 Begriffen: Bildschirmbräune und Datenzäpfchen in den Top 5 belohnt. Leider musste sich der Overhead unserer Gesellschaft mit einem letzten 5ten Platz begnügen. Tut uns Leid ihr lieben Stockenten, “wenn ihr Chillen für ein scharfes Gemüse haltet und hinter Spargelstechern nur fleißige Bauern vermutet”, dann solltet ihr euch besser vorbereiten mit “Hä??” dem Buch über Kidsprech und Jugendword.
Das Jugendwort des Jahres 2008:
Platz 1: „Gammelfleischparty“ – provokant freche und bildhafte Übersetzung der Ü-30-Parties
Platz 2: „Bildschirmbräune“ – die Blässe eines Computerfreaks
Platz 3: „unterhopft sein“ – Tatbestand noch nicht betrunken genug zu sein und Lust auf Bier zu haben
Platz 4: „Datenzäpfchen“ – Übersetzung des USB-Sticks
Platz 5: „Stockente“ – Verbildlichung eines Nordic-Walkers
I am dead as a doornail -> oh mann bin ich im Arsch
I got to see a man about a dog. -> Ich muss weg.